Split
Split ist nach Zagreb die zweitgrößte Stadt Kroatiens und eine der wirtschaftlichen sowie kulturellen Metropolen Dalmatiens. Das Angebot an Sehenswürdigkeiten ist in Split ebenso vielseitig wie die Auswahl an Freizeit- und Übernachtungsmöglichkeiten. Vor allem der Diokletianpalast, in dessen Mauern die Altstadt von Split entstanden ist, aber auch mehrere bedeutende Museen, ein erholsamer Stadtpark und die elegante Uferpromenade mit Geschäften und Cafés locken das ganze Jahr über Besucher in die Stadt. Von dem 20 km westlich liegenden Flughafen aus erreichen Urlauber ein Feriengebiet, das von Sibenik im Norden bis Ploce im Süden reicht. Da man sämtliche Inseln im mittleren und südlichen Adriaraum von Split aus anfahren kann, ist die Stadt auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der Küste Dalmatiens.
Wirtschaft und Kultur
Die kulturelle Bedeutung von Split lässt sich an unterschiedlichen Faktoren ablesen. Split ist Sitz einer Universität zahlreicher Fachschulen und verschiedener wissenschaftlicher Einrichtungen (Institut für Seehandel, Institut für Ozeanographie und Fischerei, Institut für Kulturgeschichte) sowie auch wichtiger Verlage und bekannter Zeitungen. Außerdem gibt es in der Stadt eine Vielzahl von Museen oder Sammlungen, Bibliotheken, Galerien und Theater. Die ökonomische Bedeutung der Stadt für Kroatien ist groß: Die an der Peripherie angesiedelten Zementfabriken, die Betriebe der Chemie, Elektro- und Nahrungsmittelindustrie sowie die großen Werften leisten einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung des Landes. Neben dem Fährhafen besitzt Split auch einen überseehafen.
Stadtbild
Wie fast alle Großstädte so hat auch Split viele Gesichter. Der erste Eindruck der Stadt wird bestimmt von dem breiten Gürtel der Trabantensiedlungen, mit denen sich das Stadtgebiet in den vergangenen Jahrzehnten vergrößerte. Umso mehr erstaunt, dass sich der mittelalterliche Kern um den Diokletianpalast so unversehrt erhalten hat und von größeren Bausünden verschont blieb. Großstädtisch zeigt sich Split vor allem an der Hafenpromenade und in den Stadtvierteln, die seit dem 19. Jh. um das alte Zentrum herangewachsen sind. Die grüne Lunge der Stadt ist der als Halbinsel in die Bucht von Split ragende, dicht bewaldete Marjan-Berg.
Geschichte
Die Region von Split war bereits im Neolithikum besiedelt. In den letzten vorchristlichen Jahrhunderten drangen illyrische Stämme in das Gebiet vor und ließen sich im benachbarten Salona, dem heutigen Solin, nieder. Wenig später kolonisierten die Griechen Solin, Split und die Insel Vis. Wahrscheinlich waren sie es, die der Stadt den Namen Asphalathos gaben, denn dies ist die griechische Bezeichnung für eine im dalmatinischen Raum häufige Ginsterart. Die Römer erschienen im Jahr 78 v. Chr. im Gebiet von Split, doch erst im 3. Jh. n. Chr., mit dem Bau des Diokletianpalastes, nahm das römische Split als Stadt Kontur an. Als in der Völkerwanderungszeit das benachbarte Salona von Awaren zerstört wurde, flüchteten die Einwohner dieser Stadt auf die mitteldalmatinischen Inseln, in die befestigten Küstenstädte - und in den kaiserlichen Palast in Split, das somit ein zweites Mal besiedelt wurde.
Nordwestlich von Split entstand im 9. Jahrhundert der kroatische Staat, mit dessen Herrschern das inzwischen byzantinische Split vielfältige Kontakte unterhielt. Im 10. und 11. Jahrhundert bildete sich eine autonome Stadtverwaltung heraus, die auch während der rund dreihundertjährigen Zugehörigkeit zum kroatischungarischen Königreich Bestand hatte. Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt wurde während der venezianischen Herrschaft (1420-1797) gebremst, da Venedig den politischen Spielraum Splits einschränkte und zudem immer wieder Angriffe der Türken drohten vor denen man sich mit dem Bau von Befestigungsanlagen zu schützen suchte. Während des napoleonischen Zwischenspiels, das die Regierungszeit der Habsburger (1797-1918) zwischen 1805 und 1813 kurz unterbrach, wurde ein großer Teil der Stadtmauern entfernt, die Uferanlagen befestigt und Straßen angelegt - kurzum: der Boden für eine großstädtische Stadtentwicklung war bereitet. Nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie kam Split 1918 zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Die Tatsache, dass Zadar wähnend der Zwischenkriegszeit italienisch war, erhöhte die Bedeutung der Stadt für den jungen Staat. Im Zweiten Weltkrieg war Split eine Hochburg der Partisanenbewegung. Im April 1941 wurde die Stadt von den Italienern bombardiert und im Oktober 1944 von Titos Partisanen befreit. Nach dem Zerfall Jugoslawiens und der Ausrufung der unabhängigen Republik Kroatien im Sommer 1991 machten sich in Dalmatien und besonders in Split wieder autonomistische Tendenzen bemerkbar. Der übertriebene Nationalismus gewisser Regierungskreise und der von oben verordnete Zentralismus weckten den sprichwörtlichen Widerspruchsgeist der Dalmatiner Es ist deshalb kein Zufall, dass das bösartig-kritische Satireblatt “Feral Tribune” ausgerechnet in Split herausgegeben wird.
Sehenswertes in Split
Wer Split nur für einen Tagesausflug besucht, sollte die Stadtbesichtigung in jedem Fall beim Diokletianpalast beginnen und danach noch durch die angrenzende Altstadt sowie an der Uferpromenade entlang spazieren. Im Rahmen eines mehrtägigen Aufenthalts bieten sich weiterhin die Besichtigung der großen Museen der Stadt und des Marjan-Hügels an.
Der Diokletianpalast, Die Altstadt
Allgemeines und Bedeutung
Der zwischen 295 und 305 für Kaiser Diokletian erbaute Palast ist trotz der vielen späteren Veränderungen das am besten erhaltene und eindrucksvollste Denkmal der römischen Architektur in Dalmatien. Bautypologisch vermischt sich bei diesem gewaltigen Gebäudekomplex das römische Castrum (Heerlager) mit Elementen einer antiken Villa. Der Palast hat einen annähernd quadratischen Grundriss (180 m x 215 m) und nimmt eine Flache von mehr als 30 000 m2 ein. Die Außenmauern des Palastbezirks sind 18 m hoch und 2 m dick; am besten erhalten ist die Nordmauer. Verstärkt wurden die Umfassungsmauern von vier Ecktürmen (von denen nur der im Südwesten nicht mehr erhalten ist) und sechs viereckigen Türmen an den Landseiten. Durch drei große, mit achteckigen Türmen besetzte Tore gelangt man heute wie damals in den Palast. Im Süden der Anlage befanden sich Repräsentationsräume und Thermen sowie die kaiserlichen Gemächer durch das Vestibül mit dem zentralen Peristyl verbunden. Der Südflügel, dessen elegante Fassade man heute von der Uferpromenade aus gut betrachten kann, grenzte in der Antike direkt ans Meer, so dass die großen kaiserlichen Galeeren an der Palastmauer anlegen konnten.
Seetor
Von der Uferpromenade aus betritt man durch das kleine Seetor die Palastanlage. Hinter dem Tor liegt ein Labyrinth von Räumen, ehemalige Gewölberäume, Festsäle, von deren ursprünglicher Ausstattung mit Marmor, Wandmalereien und Mosaiken leider nichts erhalten blieb. Die Gewölbe dieser Räume, die seit ihrer Freilegung für Ausstellungen genutzt werden, sind eindrucksvolle Zeugnisse für das hohe Niveau der römischen Baukunst und -technik.
Peristyl
Das Peristyl ist der wichtigste offene Raum des Palastes an der Kreuzung der beiden Hauptachsen Decumanus (heute Kresimirkova) und Cardo (heute Dioklecijanova). Der längliche Platz, heute eine grandiose Kulisse für die dortigen Cafés, wird an beiden Längsseiten von Arkaden über hohen Saulen mit korinthischen Kapitellen gefasst. Die vier Säulen an der südlichen Schmalseite, hinter der die kaiserlichen Wohnräume lagen, überhängt ein breiter Dreiecksgiebel mit eingeschnittenem Rundbogen. In der Renaissance und im Barock wurden hier zwei Kapellen eingefügt. Zu Lebzeiten des Kaisers diente das Peristyl der Repräsentation, denn hier zeigte sich der Herrscher seinen Untertanen und empfing Boten. An der Westseite sieht man sehr schön, wie die späteren Bewohner des Palastareals die römische Architektur in den Bau ihrer Wohnhäuser einbezogen haben. An der Ostseite des Peristyls steht die Rochuskirche aus dem 16 Jh. mit schöner Renaissancefassade (heute Touristenbüro und Souvenirladen).
Kathedrale Sv. Duje
Stufen führen vom Peristyl hinauf zur Domniuskathedrale, dem ehemaligen Mausoleum von Kaiser Diokletian. Das antike Bauwerk, ein Oktagon, das von einem offenen Säulengang umgeben ist, wurde im 7. Jahrhundert vom päpstlichen Gesandten Johannes von Ravenna zu christlichen Kirche geweiht und um die Mitte des 10. Jahrhunderts zur Kathedrale des neu gegründeter Bistums Split erhoben.
Innenraum
Das Innere der Kirche ist überwältigend - eine faszinierende Mischung aus der überfeinerten spätrömischen Architektur und einer kostbaren nachantiken Ausstattung. Auffällig ist zunächst die Wandgliederung des 25 m hohen, überkuppelten Zentralraums durch zwei Reihen korinthischer Marmorsäulen, die ein reich verziertes, plastisch vortretendes Gebälk tragen. Der Relieffries unter dem Gebälk der oberen Säulenreihe zeigt Darstellungen von Eros auf der Jagd sowie die Porträts von Kaiser Diokletian und seiner Frau Prisca. Die Kuppel war ursprünglich auch noch mit Mosaiken ausgekleidet. Unter den Ausstattungsstücken ist vor allem die monumentale Domtür die 1214 Andnja Buvina schuf. Die 28 von Pflanzenornamenten umrahmten Türfelder mit Szenen aus dem Leben Christi zahlen zu den wertvollsten Werken romanischer Kunst in Dalmatien. Das gilt auch für die spätromanische Kanzel aus dem späten 13. oder frühen 14. Jh., die auf sechs grazilen Marmorsäulen mit herrlichen, fein gearbeiteten Kapitellen ruht. über den spätantiken Sarkophagen der beiden Stadtpatrone von Split, Domnius und Anastasius, wurden im 15. Jahrhundert links und rechts des Hochaltars Baldachinaltäre errichtet, die ebenfalls Beachtung verdienen. Der rechte Seitenaltar mit der Liegefigur des heiligen Domnius ist ein Werk von Bonino da Milano. Ihm entspricht auf der linken Seite der Altar des hl. Anastaslus (1448). Juraj Dalmatinac, der Baumeister der Kathedrale von Sibenik, schuf für diesen Altar das herrliche, bereits die Auffassung der Renaissance widerspiegelnde Relief mit der “Geißelung Christi”. Hinter dem barocken Hochaltar befindet sich das sehenswerte romanische Chorgestühl aus dem 13. Jh., das wohl älteste in Dalmatien.
Schatzkammer
Durch den Chor gelangt man auch in die Schatzkammer im ersten Stock der Sakristei. Sie birgt sakrale Kostbarkeiten vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert, u. a: Gold- und Silberschmiedearbeiten, ein Ziborium und viele bedeutende Handschriften.
Campanile
Der vom 13 bis zum 16. Jahrhundert entstandene Glockenturm weist Stilmerkmale von der Romanik bis zur Renaissance auf. Im ersten Stockwerk sind drei romanische Reliefs eingemauert.
Jupitertempel
Der Jupitertempel, später zum Baptisterium St. Johannes umfunktioniert, liegt westlich des Peristyls in einem Seitengässchen. Das spätantike Bauwerk mit einer Vorhalle besitzt ein reich geschmücktes Portal. Sehenswert sind aber auch das mit Flechtwerkornamentik geschmückte Taufbecken mehrere Sarkophage und eine moderne Bronzestatue Johannes des Täufers von Ivan Mestrovic.
Sv. Filip
Nördlich der Kathedrale erstreckt sich der Kraljice-Platz mit Cafés, Souvenirgeschäften und -ständen. Am Platz befindet sich auch die von dem venezianischen Architekten Francesco Melchiori 1735 erbaute Philippus-Neri-Kirche.
Mittelalterliche Wohnhäuser, Papalic-Palast
Der in nachantiker Zeit verlassene Palast wurde seit der Völkerwanderungszeit von den neuen Bewohnern von Split genutzt. Über und in den römischen Bauten entstand nach und nach eine Stadt, deren Häuser bis heute fast unverändert erhalten sind. Neben dem Cindro Palast in der Kresimimva und dem Palais der Familie Agubio in der Dioklecijanova ulica mit Stilmerkmalen der Gotik und der Renaissance muss hier vor allem der beeindruckende Stadtwohnsitz der Patrizierfamilie Papalic erwähnt werden (Papaliceva ulica 1; Städtisches Museum). Das romanische Wohnhaus wurde im 15. Jahrhundert durch Juraj Dalmatinac im Stil der venezianischen Gotik erneuert. Der vornehme Palast wird heute als Stadtmuseum genutzt. Zu sehen gibt es dort neben Urkunden und anderen Exponaten zur Stadtgeschichte eine bedeutende numismatische Sammlung.
Vom Papalic-Palast ist es nicht weit zur Nordmauer des Diokletianpalastes die im oberen Teil von großen Fenstern durchbrochen ist. Auch der nördliche Stadteingang, das Goldene Tor (Porta aurea), zeigt eine ungewöhnliche Schmuckfreude. In den äußeren Gang über der Porta Aurea wurde im frühen Mittelalter die altkroatische Martinskapelle eingefügt. Wenige Meter jenseits der Palastmauer, in der Achse der Porta aurea, steht das von Ivan Mestrovic gefertigte Standbild des Bischofs Grqur von Nin. Ganz in der Nähe finden sich auch überreste eines Benediktinerinnenklosters und der Euphemiakirche.
Porta aurea
Durch die Porta aurea, das so genannte Eiserne Tor gelangt man in jenen Teil der Altstadt, der sich westlich des Diokletianpalastes ausbreitet. In einem äußeren Gang über dem Eisernen Tor befindet sich die frühmittelalterliche Kirche „Unsere Liebe Frau vom Glockenturm“. Der Campanile aus dem 11. Jahrhundert ist der älteste in Split.
Die Altstadt außerhalb des Diokletianpalastes
Narodni trg
An der Westseite des Diokletianpalastes schließen zwei der schönsten Plätze der Stadt an. Der Narodni trg (Volksplatz), auch Laurentius, Wirtschafts-, Waffenplatz oder einfach Piazza genannt, entstand im frühen Mittelalter, als sich die Stadt allmählich auch außerhalb der antiken Gemäuer auszudehnen begann. Mit den umstehenden Gebäuden aus allen Stilepochen vermittelt der Platz einen repräsentativen überblick über die architektonische Entwicklung der Stadt. An der Nordseite des Platzes steht das im15. Jahrhundert erbaute, im 19. Jahrhundert restaurierte Rathaus, in dem heute das Ethnographische Museum untergebracht ist. Es besitzt eine reichhaltige Sammlung von Volkstrachten, textiler Kunst und Schmuckgegenständen aus ganz Dalmatien. An das Museum schließt der Karapic-Palast mit Stilmerkmalen der Renaissance und des Manierismus an. An der Ostseite des Platzes, also zum Diokletianpalast hin, steht das romanisch-gotische Haus von Cipriano de Ciprianis aus dem 14. Jahrhundert mit romanischen Rundbogenfenstern und einer großen Antoniusfigur in einer Nische. Wenige Meter entfernt befindet sich ein weiteres romanisches Gebäude, das wie ein Wehrturm wirkt und an dem im 15. Jahrhundert die städtische Uhr angebracht wurde. Ebenfalls auf der Ostseite sind Reste der mittelelterlichen Loggia (14./15. Jahrhundert) zu erkennen. Die Südseite des Platzes wird von dem Palais Pavlovic aus dem 17. Jahrhundert beherrscht, während sich an der Westseite eine sezessionistisches Gebäude befindet: das Palais Nakic.
Trg Brace Radica
Der zweite Platz in unmittelbarer Nähe des Diokletianpalastes ist der trg Brace Radica, auch Vocni trg, Obstplatz, genannt. In der Mitte des Platzes steht das Denkmal für Marko Marulic, den in Split geborenen Humanisten und “Vater” der kroatischen Literatur. Wieder einmal ist der Schöpfer des Denkmals der in Kroatien sehr bekannte Bildhauer Ivan Mestrovic. An der Südseite des Platzes, der dem Meer zugewandten Seite also, steht der Wehrturm des städtischen Kastells, das Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut wurde. An der Nordseite schließt das barocke Palais Milesi aus dem 17. Jahrhundert den Platz ab.
Uferpromenade
Den trg Brace Radica trennen nur ein paar Schritte von der breiten Uferpromenade mit Grünanlagen, Palmen, schönen StraßenCafés und Geschäften. Der in Sichtweite liegende Hafen mit den großen Fährdampfern einerseits und die Südfassade des Diokletianpalastes andererseits geben eine prächtige Kulisse ab für diese großstädtische Bummelmeile.
Trg republike
Der dritte größere Platz in der Innenstadt erstreckt sich am westliche Ende der Uferpromenade. Der Platz ist an drei Seiten von einem Gebäudekomplex im Stil der Neorenaissance eingerahmt, der in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts nach dem Vorbild der Prokuratorenpaläste in Venedig errichtet wurde. Auf dem lang gestreckten, rechteckigen Platz finden zahlreiche Veranstaltungen statt.
Franziskanerkloster
Am Ufer, in unmittelbarer Nähe des Platzes, befinden sich die Franziskanerkirche und das Franziskanerkloster. Der im 13. Jahrhundert erbaute Klosterkomplex wurde in diesem Jahrhundert grundlegend restauriert und umgebaut. Neben der Kirche blieb ein schöner, romanisch-gotischer Kreuzgang erhalten. In der Kirche finden sich die Grabstätten bedeutender Bürger, Dichter, Komponisten und Politiker aus Split.
Hrvojeve ulica, Dominikanerkloster
Am anderen, östlichen Ende stößt die Uferpromenade auf die Hrvojeva ulica, werktags ein einziger überquellender Marktplatz. Zu kaufen gibt es hier neben Lebensmitteln auch Haushaltsartikel, Spielzeug, Textilien, Lederwaren und jede Menge Souvenirs. Etwas weiter oben in dieser Straße, auf der Höhe des Silbernen Tores an der Ostseite des Diokletianpalastes, liegen Kirche und Kloster St. Dominikus, ein restauriertes barockes Ensemble, Im Innern sind die Barockaltäre und mehrere Gemälde sehenswert.
Außerhalb der Altstadt
Marian
Westlich der Altstadt ragt der knapp 180 m hohe, mit Aleppokiefern bewachsene Marjan-Hügel als Halbinsel in die Bucht von Split. Breite geteerte Spazierwege durchziehen den schattigen Park, der sich am frühen Abend mit Joggern und flanierenden Pärchen füllt. Etwa auf halber Höhe der Aussichtsterrasse liegt ein Terrassen-Café (über die Nazora Prilaz ulica auch mit dem Wagen zu erreichen). Der Panoramablick von hier oben auf Split ist phantastisch. Auf dem Marjan befinden sich auch das Naturwissenschaftliche Museum und ein Zoologischer Garten.
Museum Kroatischer Archäologischer Denkmäler
Das Museum Kroatischer Archäologischer Denkmäler ist ein moderner Bau an der Südseite des Marjan-Hügels und in der Nähe eines Hotelhochhauses (Gunjadina ulica). Es beherbergt eine umfassende Sammlung von Gegenständen aus der frühen kroatischen Geschichte vom 8. bis 12. Jahrhundert: Münzen, Waffen, Schmuck, Keramik, Skulpturen und Gebrauchsgegenstände. In dem Museum untergebracht sind auch das Viseslav-Taufbecken aus Nin (9. Jahrhundert) und der Sarkophag von Königin Jelena von Solin (10. Jahrhundert).
Galerie Mestrovic
Wenige hundert Meter vom Museum Kroatischer Archäologischer Denkmäler entfernt, in der Ivana Mestrovica 46, liegt die ehemalige Sommervilla von Ivan Mestrovic. Das griechische Tempelarchitektur zitierende Gebäude, in den 30er Jahren nach Plänen Mestrovics entstanden, umgibt ein parkartiger Garten mit Skulpturen des Meisters. Nach langen Renovierungsarbeiten ist die Galerie in der Villa nun wieder geöffnet. Sie besitzt die umfangreichste Sammlung von Werken des kroatischen Bildhauers aus nahezu allen Schaffensperioden.
Mestrovic-Kastelet
Ungefähr 500 m nordwestlich der Galerie liegt das so genannte Mestrovic-Kastelet, eigentlich eine Sommervilla der Spliter Familie Capogrosso-Cavagnin, die von Mestrovic umgebaut wurde. In der Kapelle, die der Künstler dem Gebäudekomplex hinzufügen ließ, sind große Holzreliefs von Mestrovic mit Darstellungen aus dem Leben Christi zu sehen. Das Kastelet ist auf Anfrage in der Galerie Mestrovic zu besichtigen.
Archäologisches Museum
Im Archäologischen Museum an der Straße Zrinsko-Frankopanska sind Inschriftentafeln, Grabdenkmäler, Porträtplastiken und andere Steinfragmente vor allem aus antiker Zeit untergebracht. Die Exponate reichen bis in die Zeit der griechischen Kolonisierung Dalmatiens zurück. Ein großer Teil der Ausstellungsgegenstände, die in einem überdachten Wandelgang präsentiert werden stammt aus Salona. Besonders sehenswert sind der Sarkophag mit einer Darstellung der “Jagd auf den Kalydonischen Eber” (2.-3. Jahrhundert) und ein Sarkophag mit einer Darstellung des guten Hirten aus frühchristlicher Zeit (4. Jahrhundert).
Kunstgalerien
Nur wenige Meter vom Archäologischen Museum entfernt, in der Lovretska ulica, hat die Kunstgalerie ihren Sitz, die Gemälde und Skulpturen vom 14. Jahrhundert bis in heutige Zeit zeigt. Vertreten sind dalmatinische und venezianische Meister wie Paolo Veneziano, Jacobello del Fiore, Andrija Medulic Matej Ponzoni-Poncun, Juraj Pavlovic, Emanuel Vidovic und Marino Tartaglia. Beachtung verdient auch die Ikonensammlung mit Ikonen von Kreta, Korfu und Kotor (in Montenegro).
Franziskanerkloster
Im nordwestlich der Altstadt gelegenen Stadtteil Poljud, in der Topuska ulica, befindet sich ein weiteres Franziskanerkloster. Der malerische Gebäudekomplex umschließt einen Kreuzgang aus der Renaissance mit einem Brunnen und Grabplatten bedeutender Spliter Familien. Das Kloster ist mit einem Renaissance Wehrturm und Zinnen befestigt Die Kirche stammt aus der übergangszeit von Gotik und Renaissance. Sie beherbergt einige wertvolle Kunstwerke, u. a. das mehrteilige Hauptaltarbild von Girolamo da Santacroce (16. Jahrhundert). In der Klostersammlung wird ein Portrat des Bischofs Toma Nigris aufbewahrt, das der berühmte venezianische Renaissancemaler Lorenzo Lotto 1527 schuf.
Stadion
Gleich neben dem Kloster liegt das Stadion des in Kroatien hoch verehrten Fußballclubs Hajduk Split. Hier fanden 1990, also kurz vor Ausbruch des Krieges im früheren Jugoslawien, auch die Leichtathletik-Europameisterschaften statt.