Split Umgebung
Solin
Die kleine Stadt Solin, 5 km nördlich von Split gelegen, ist heute ein Industrievorort der benachbarten Großstadt. Solin blickt jedoch auf eine große Vergangenheit zurück. Die illyrisch-griechische Siedlung stieg in römischer Zeit zur bedeutendsten Stadt im weiten Umkreis auf. Im 4. Jh., unter Diokletian, der in der Gegend von Salona geboren wurde, zählte sie rund 50 000 Einwohner. Doch die Stadt, in der Zvonimir zum kroatischen König gekrönt wurde, verlor nach dem Mittelalter ihre überragende Bedeutung. In einem ganz anderen Zusammenhang erlangte es in jüngerer Zeit wieder Bedeutung, als hier ein riesiges Zementwerk gebaut wurde – das größte in Titos Jugoslawien.
Das Gelände in und um Solin gleicht immer noch einer einzigen großen archäologischen Fundstätte. Vor allem im Norden der Stadt finden sich noch Reste von Mauern, Wehrtürmen, städtischen Basiliken und Thermen aus antiker Zeit. An der Straße nach Trogir sind überreste eines Forums, eines Tempels und Theaters aus dem 1. Jahrhundert zu sehen. Ebenso finden sich noch vereinzelt bauliche überreste aus frühchristlicher und altkroatischer Zeit. Vieles von dem, was die Archäologen in Solin und Umgebung zutage gefördert haben, kann in den Museen von Split besichtigt wenden, vor allem im Archäologischen Museum sowie im Museum Kroatischer Archäologischer Denkmäler. Bemerkenswert ist auch das römische Aquädukt (in Richtung Split), das im vergangenen Jahrhundert restauriert wurde. Weitere Infos zu Solin auf Wikipedia.
Klis
Das Städtchen liegt auf einem 340 m hohen Sattel 10 km nördlich von Split, an der Straße nach Sinj. Im frühen Mittelalter war es im Besitz kroatischer Fürsten. Den Ort überragt eine mächtige Burg, die 1537 nach monatelanger Belagerung von den Türken erobert wurde. Klis wurde so für 111 Jahre Zentrum eines türkischen Sandschak (Verwaltungsbezirk). Die Venezianer bereiteten der osmanischen Herrschaft ein Ende, als sie 1648 die Festung stürmten. Die Burg verdankt ihr heutiges Aussehen im wesentlichen den Herren aus Venedig. Drei Mauerringe und mehrere Wehrtürme schützen den inneren Burgbereich, zu dem ein monumentales barockes Tor den Zugang bildet. Die Kirche innerhalb der Festung war einst eine Moschee. Weitere Infos zu Klis auf Wikipedia.
