Šibenik Umgebung
Die Liste der Ausflugsmöglichkeiten von Šibenik ist lang. Ganz oben steht natürlich eine Bootsfahrt zu den Kornaten sowie ein Besuch der Krka-Wasserfälle, aber auch die Insel Murter oder das pittoresk gelegene Städtchen Primosten lassen sich in Tagesausflügen von Šibenik aus besichtigen.
Interessant ist aber auch eine Fahrt in das dalmatinische Hinterland von Šibenik, und damit verbunden ein Besuch der Städte Drnis und Knin. Beide Orte gehörten bis zum Sommer 1995 zur so genannten Republik Serbische Krajina, die die aufständischen Serben in Kroatien vier Jahre zuvor ausgerufen hatten.
Biskupija
Biskupija, 4 km südöstlich von Knin, war – wie der Name schon sagt – bis ins 13. Jahrhundert Sitz eines Bischofs. Im Ort sind noch die Reste von mehreren altkroatischen Kirchen aus dem 9. bis 11. Jahrhundert erhalten.
Brodarica
In den kleinen Ort sechs Kilometer südlich von Šibenik, gegenüber der Insel Krapanj, kommen die Städter gern zum Abendessen. Beliebt ist das Restaurant „Zlatna Ribica“ wegen seines Fischeintopfs (Brodet), auf dalmatinische Art mit Polenta (Maisbrei) serviert.
Drnis
In Drnis (2000 Einw.), 32 km östlich von Šibenik, errichteten die Türken 1520 eine Festung. Die Ruinen dieser Festung befinden sich oberhalb des kleinen Krka-Nebenflusses Cikola. Im Ort selbst steht eine Kirche, die durch den Umbau einer Moschee aus dem 16. Jh. entstanden ist. Gut erhalten ist das in den 60er Jahren restaurierte Minarett, das einzige in Dalmatien.
Knin
In der Stadt am Oberlauf der Krka, 21 km nordöstlich von Drnis, residierten vom 12. Jahrhundert bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts die kroatischen Könige, zeitweise tagte hier auch das höchste kroatische Gericht Von 1522 bis 1688 war Knin (5000 Einw.) Hauptstützpunkt der Türken an der Westgrenze ihres Reichs bevor sich die Handelsmacht Venedig für etwas mehr als 100 Jahre - bis 1797 - der Stadt bemächtigte. Heute ist Knin vor allem ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt: Hier kreuzen sich mehrere Straßen, die von der Küste ins Hinterland, nach Bosnien ebenso wie in die kroatische Hauptstadt Zagreb führen. Bis zum Sommer 1995 war Knin Hauptstadt der selbst ernannten Republik Serbische Krajina. Bei der Rückeroberung durch die kroatische Armee wurden viele Häuser beschädigt oder zerstört. Manche Zerstörung rührt allerdings auch davon her, dass die Serben in den Jahren zuvor Kroaten vertrieben und deren Häuser oder Geschäfte angesteckt hatten.
Die Stadt wird von einer gewaltigen Festung auf dem Berg Spas beherrscht, die im frühen Mittelelter erbaut und im 15. und 18. Jh. erweitert wurde.
Krapanj, Prvic, Zlarin, Kaprije und Zirje
Beliebte Ausflugsziele sind die kleinen vorgelagerten Inseln Krapanj, Prvic, Zlarin, Kaprije und Zirje. Sie waren einst ein Dorado für Schwammtaucher und Korallenfischer Auf Kaprije lohnt das Franziskanerkloster mit dem Renaissancekreuzgang aus dem 16. Jahrhundert einen Besuch, auf Zlarin ist allenfalls die barocke Pfarrkirche eine Besichtigung wert. In der Pfarrkirche auf Prvic liegt der kroatische Gelehrte und Humanist Faust Vrancic (1551-1617) begraben. Auf der kleinen Insel befindet sich auch der Sommersitz dieser Šibeniker Familie.
Die Insel Murter
Mit knapp 19 Quadratkilometer ist Murter (14 km nordwestlich von Vodice) die größte Insel im Archipel von Šibenik. Durch eine Brücke im Inselort Tisno ist sie mit dem Festland verbunden, das hier in einer breiten Landzunge ins Meer ragt. In den vier Ortschaften auf Murter - Tisno, Betina, Jezera und Murter - leben etwa 5000 Menschen. Die Insel kann nicht mit klassischen Sehenswürdigkeiten aufwarten, aber sie ist wegen ihrer Strände und Freizeitmöglichkeiten bei Badeurlaubern beliebt. In allen Touristenbüros werden Ausflugsfahrten zu den Kornaten angeboten.
In einer dem Festland zugewandten, sehr geschützten Bucht liegt Jezera. Seit dem Bau eines ACI-Jachthafens und der Einrichtung einer Segelschule ist es hier im Sommer ebenfalls ein bisschen lebhafter geworden.
Der Hauptort der Insel liegt rund 5 km von Tisno entfernt. Er teilt sich in eine Oberstadt und die in einer weiten Bucht liegende Unterstadt Hramina mit einem großen Jachthafen. Dort befinden sich das Touristenbüro, die meisten Geschäfte, Cafés und Restaurants. In der bewaldeten Bucht Slanica, liegt einer der hübschesten Badeplätze auf der Insel mit einem kleinen, flachem Sandstrand zwischen Felsen - beliebt vor allem bei Familien mit Kindern.
Otavice
Der kleine Ort Otavice, 9 km östlich von Drnis, wird hauptsachlich wegen des dortigen Mestrovic-Mausoleums besucht, in dem Ivan Mestrovic selbst und seine nächsten Angehörigen beigesetzt sind. Das Mausoleum wurde im Sommer 1991 von serbischen Truppen schwer beschädigt, Ivan Mestrovic, der bedeutendste kroatische Bildhauer des 20. Jh.s, wurde 1883 in Otavice geboren. Auch in Drnis sind einige Werke des Künstlers zu sehen.
Pirovac
11 km hinter Vodice, in der tiefen Pirovacki zaliv (Pirovacer Bucht) liegt der Ort Pirovac, der für die schönen Strände in seiner Umgebung bekannt ist.
Primosten
Primosten (1500 Einw.) liegt an der Magistrale in Richtung Trogir, 26 km südlich von Šibenik. Die malerische, von einem spitzen Kirchturm überragte Altstadt breitet sich auf einem Inselchen aus, das durch einen Damm mit dem modernen Teil des Ortes auf dem Festland verbunden ist - ein Postkartenmotiv, vor allem, wenn man von der Magistrale auf die Stadt blickt. Früher gab es hier nur eine Brücke („most“), an die der Name des Städtchens erinnert. Auf den nahe gelegenen Rebhängen wächst der Babic, ein dalmatinischer Spitzenwein. Viele Bewohner von Primosten leben auch heute noch - sofern sie nicht mit dem Fremdenverkehr ihr Geld verdienen - vom Fischfang oder vom Wein- und Olivenanbau. Im alten Inselort blieben noch Teile der dicken Stadtmauern aus dem 17. Jahrhundert, die in jüngerer Zeit renoviert wurden und viele schlichte Bürgerhäuser erhalten, wie sie für dalmatinische Fischerorte typisch sind. Im Sommer wird es eng im Ort mit den vielen Souvenirläden, Tavernen und Cafés, denn auch für die Einheimischen aus der Umgebung ist Primosten ein beliebtes Ausflugsziel am Abend. Inzwischen gibt es hier ein paar neue Restaurants. Empfehlenswert ist die gemütliche Taverna Dalmacija, die grüne Nudeln mit Meeresfrüchten vorzüglich zubereitet. Auf dem Festland gegenüber, an den dortigen Fels- und Kiesstränden, kann man herrlich baden. In der Bucht von Primosten gibt es zahlreiche Gelegenheiten zur Sportfischerei.
Rogoznica
8 km hinter Primosten sieht man unterhalb der Küstenmagistrale Rogoznica, das ebenfalls auf einer Halbinsel liegt. Der Fischfang ist hier immer noch die wichtigste Erwerbsquelle, denn vom großen Touristenstrom ist Rogoznica bislang weit gehend verschont geblieben.
Vodice
Vodice (4000 Einw.), 11 km nordwestlich von Šibenik an einer breiten Bucht gelegen, ist ein bekannter Badeort und einer Marina. In der Altstadt erwarten den Feriengast zahlreiche Restaurants und Cafés. Da ein Naturstrand fehlt, wurden für die Badegäste betonierte Liegeflachen angelegt. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt beschränken sich auf eine barocke Pfarrkirche und einen mittelalterlichen Wehrturm. Von hier aus fahren täglich Schiffe zu den Kornaten.