Šibenik

Šibenik gehört zu den schönsten Städten im östlichen Adriaraum. (Informationen zu Šibenik auf Wikipedia). Die Lage der Stadt an der Mündung des Krka-Flusses, in der fjordartigen, bestens geschützten Šibeniker Bucht ist überaus reizvoll. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt wird man schnell feststellen, dass Šibenik mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aufwarten kann, darunter auch mit der Kathedrale Sv. Jahov, die in der Kunstgeschichte Dalmatiens eine einzigartige Stellung einnimmt. Doch das ist noch nicht alles, denn in der näheren Umgebung befinden sich gleich zwei Nationalparks: die Krka-Wasserfälle und die Inselgruppe der Kornaten.

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Die Riva
Die Hafenpromenade mit seinen Cafés ist tagsüber eher beschaulich und gemütlich. Abends jedoch drängt sich die Bevölkerung auf die Straßen, um in einer lauen Sommernacht noch etwas zu trinken. Der hintere Teil der Riva ist zum größten Teil der Jugend vorbehalten. Hier reiht sich ein Café an das andere. Die Straße verwandelt sich in eine Art Fußgängerzone.

Sv. Jahov
Nicht unweit der Riva befindet sich die Kathedrale Sv. Jahov. Sie ist nicht nur Šibeniks überragendes Baudenkmal, sondern auch einer der bedeutendsten Sakralbauten am Übergang von der Spätgotik zur Renaissance in der gesamten dalmatinischen Küstenregion. Mehr als hundert Jahre liegen zwischen Baubeginn 1433 und der Vollendung 1536. Als Baumaterial wurden hauptsächlich Kalkstein und Marmor von der Insel Brac verwendet. Von der ersten Kathedrale an dieser Stelle übernahmen die Baumeister das von Löwen flankierte Portal, das an der östlichen Längsseite seinen Platz fand. Im ersten Bauabschnitt wirkten vor allem italienische Architekten, dann, Anfang der vierziger Jahre übernahm der einheimische Baumeister und Bildhauer Jurai Dalmatinac die Leitung der Bauhütte. Auf ihn gehen der kreuzförmige Grundriss, die südlichen Bauteile (Chor, Taufkapelle und Sakristei), für die starke Subkonstruktionen erforderlich waren, sowie das Konzept für die mächtige Vierungskuppel zurück.

Die Portraitköpfe
Zeugnisse seiner Meisterschaft als Bildhauer sind über 70 Portraitköpfe, die in einem Fries um die Apsiden des Chores herumgeführt werden. Bei den individuellen Gesichtern mit zum Teil fratzenhaft überzogenen Mimik handelt es sich um Zeitgenossen von Dalmatinac und Bürger der Stadt. Böse Zungen behaupten, dass es sich bei den ganz absonderlich dargestellten Köpfen um diejenigen handele, die den Kirchenbau nicht mitfinanzieren wollten. Dalmatinac« Nachfolger Niccolo Fiorentino vollendete den Bau im Sinne seines großen Lehrers. Mit dem tonnengewölbten Dach, das aus ineinander greifenden Steinplatten ohne Verbindungsmaterialien konstruiert ist, gelang Fiorentino ein technisches Novum, das in Dalmatien seinesgleichen suchte.

Die Ausstattung
Im Inneren der dreischiffigen Kirche herrscht fast völlige Dunkelheit. Gleich rechts neben dem Eingang, im ersten Joch, befindet sich das sehenswerte Grabmal des Bischofs und Humanisten Juraj Sizgoric, das 1544 nach Entwürfen von Juraj Dalmatinac entstand.. Gegenüber im zweiten Joch links verdient der Dreikönigsaltar mit Marmorreliefs von Niccolo Fiorentino und einem Gemälde von Bernardo Rizzardi Aufmerksamkeit. Den berühmten Heilig-Kreuz-Altar rechts vor der Vierung schuf ein Künstler aus Split um die Mitte des 15. Jahrhunderts. Bemerkenswert ist auch die 1624 fertig gestellte Holzkanzlei, ebenso wie der Hauptaltar, ein Werk des Barock. In der Schatzkammer werden Arbeiten des Šibeniker Künstlers und Goldschmieds Horacije Fortezza aus dem 16. Jahrhundert gezeigt.

Das Baptisterium
Eine schmale Treppe auf der rechten Seite der Vierung führt in das Baptisterium, einen kleinen, wohlproportionierten Zentralraum mit vier gewölbten Apsiden und einem Taufbecken in der Mitte. Andrija Alesi hatte das von Juraj Dalmatinac begonnene Renaissancejuwel vollendet.

Der Bischofspalast
An der Südseite der Kathedrale schließt sich der Bischofspalast aus dem 15. Jahrhundert an. Betrachtenswert an diesem Bau sind die schön gestalteten Portale: Das eine, spätgotische, führt in den Innenhof; das andere, im Stil der Renaissance, ins innere des Palastes. In der Palastkapelle finden sich zwei außergewöhnliche Altarbilder aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das von Nikola Vladanov gemalte zeigt eine Schutzmantelmadonna, das zweite Gemälde eine „Muttergottes mit vier Heiligen“, stammt aus dem Umkreis des Trogir Künstlers Blaz Trogiranin.

Der Rektorenpalast – Städtisches Museum
Direkt gegenüber dem Bischofpalast und von diesem nur durch eine schmale Gasse und das Seetor getrennt, liegt der ehemalige Rektorenpalast aus venezianischer Zeit. Er wurde zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert erbaut. Seine Hauptfassade mit spätgotischen Fenstern ist der Uferseite zugewandt.
Heute beherbergt der Palast das städtische Museum. Zu sehen sind hier Ausgrabungsfunde, Skulpturen, Münzen und Waffen aus der langen Geschichte der Stadt.

Die Barbarakirche
Hinter dem Museum versteckt sich die kleine gotische Barbarakirche mit barockem Glockenturm. Sie ist heute Teil des Stadtmuseums. Die Lünette ihres Eingangsportals schmückt eine Statue des heiligen Nikolaus, eine Arbeit die um 1430 in der Werkstatt des Bildhauers und Baumeisters Bonino aus Mailand entstand. Die Seitenwand ziert ein schönes spätgotisches Fenster desselben Meisters. Auch das innere der kleinen Kirche, darunter die sehr gut erhaltenen Altäre, sind Werke der Spätgotik.

Der Domplatz
Der „Trg Republike Hrvatske“ (Platz der Republik Kroatien, auch einfach Domplatz genannt, an der nordöstlichen Seite der Kathedrale ist ein Meisterstück der Stadtbaukunst und sicher eine der gelungensten Platzanlagen Kroatiens. Der mächtigen Flanke des Doms, die den Platz nach Westen abschließt, antwortet die elegante Fassade der Stadtloggia, die von hohen, an den steilen Hang gebauten Wohnhäusern aus Haufstein hinterfangen wird. Der Bodenbelag aus glatt geschliffenen Steinplatten unterstreicht den repräsentativen Charakter des Platzes.

Die Stadtloggia
Mit der Kathedrale im Rücken blickt man auf die zweigeschossige Stadtloggia, das ehemalige Rathaus von Šibenik. Sie wurde zwischen 1533 und 1542 errichtet und nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder vollständig aufgebaut. Ihre Ausmaße geben eine Vorstellung von der einstigen Bedeutung Šibeniks. Auf dem Erdgeschoss mit seinen weit gespannten Arkadenbögen ruht das durch 9 rechteckige Fensterfelder gegliedert Obergeschoß, das mit einem fein geschliffenen Architrav abschließt. Der Balkon über dem mittleren Arkadenbogen diente den einstigen Stadtvätern für Ansprachen an die Bürgerschaft.

Das Dalmatinac-Denkmal
Am nördlichen Platzende wurde 1961 Juraj Dalmatinac ein Denkmal gesetzt. Die Statue des großen Baumeisters ist ein Werk von Ivan Mestrovic, der aus dem Hinterland von Šibenik stammt.

Der Froscolo-Palast (Franziskanerkloster)
Steigt man die steile Treppe neben der Stadtloggia bergauf, dann kommt man zum ehemaligen Froscolo-Palast, später ein Franziskanerkloster. Er wurde um die Mitte des 15. Jahrhundert errichtet. Spätgotische Fenster und Renaissancereliefs schmücken seine Fassade.

Die Festung
Über Treppengassen erreicht man die eindrucksvolle Festung St. Anna (Trdava Sveta Ana), die über den Dächern der Altstadt thront. Der Hang, an den Šibenik gebaut ist, fällt steil zum Meer hin ab. Der im Sommer Schweiß treibende Aufstieg zur Festung lohnt sich: Von hier aus bietet sich ein herrlicher Rundblick über die Stadt, die Bucht und über die vorgelagerten Inseln und Halbinseln. Sv. Ana ist die älteste Festung der Stadt; weitere Burg bzw. Verteidigungsanlagen sind die im 16. Jahrhundert erbaute Nikolausfestung auf einem Inselchen in der Kanaleinfahrt, die im 17. Jahrhundert sternförmig angelegte Johannesfestung, zu der man von Sv. Ana hinüberblicken kann, und die Festung Subicevac. An der Stelle der St.-Anna-Festung stand bereits um das Jahr 1000 eine Burg, die später mehrfach verändert wurde. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Anlage zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert unter der Herrschaft der Venezianer.
Sehenswert auch wenn es keine spektakulären Grabmale gibt, ist der alte Friedhof nebenan.

Die Zagrebacka Ulica
Um ein abgerundetes Bild von Šibenik zu bekommen, sollte man nach dem Aufstieg zur Festung auch noch einen Bummel durch die hübsche Altstadt unternehmen. Die wichtigsten Einkaufs- und Flanierstraßen sind – abgesehen von der Uferpromenade – die Zagrebacka ulica und die Kralja Tomislava ulica, die die Altstadt von Westen nach Osten durchqueren und von hübschen Bürgerhäusern und Adelspalais im Stil venezianischer Paläste gesäumt sind. Vor allem in der Zagrebacka ulica und ihren Seitengassen gibt es auch ein paar hübsche Kirchen, u. a. Maria Himmelfahrt, die im 16. Jahrhundert in ein orthodoxes Gotteshaus umgewandelt wurde und eine sehenswerte Inneneinrichtung und einen barocken Kirchengiebel besitzt, und die im 15./16. Jahrhundert im Renaissancestil erbaute Sveti Ivan Krstitelj. Am südöstlichen Ende der Altstadt laufen die Zagrebacka und die Tomislava ulica zusammen und münden in den Theaterplatz mit dem Schauspielhaus von Šibenik. Durch die Grünanlagen an der Vladimira Nazora oder durch Altstadtgassen erreicht man die Uferpromenade.

Das Franziskanerkloster
Hinter der belebten Uferstraße stehen zwei weitere interessante Kirchen, mit denen man den Stadtrundgang beschließen kann. Beachtenswert in der gotischen Franziskanerkirche sind die bemalte barocke Kassettendecke aus Lärchenholz, die Orgel aus dem 18. Jahrhundert und die mit alten bedeutenden Schriften ausgestattete Klosterbibliothek.

Sv. Nikola
Die barocke Nikolauskirche gehörte der Bruderschaft der Seefahrer. In ihrem Inneren finden sich daher ungewöhnliche Weihegeschenke: Modelle von Segelschiffen.